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Die Geschäftsleitung berichtet
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Teil 3: Nachhaltigkeit und Gentechnik passen nicht zusammen!
Sie schließen sich aufgrund der unterschiedlichen Absicht aus.
von Wolfgang Rainer Heck, Geschäftsführung Life Food/Taifun-Tofuprodukte
Nachhaltigkeit – zugegeben, dieses Wort bereitet mir mitunter Schwierigkeiten. Es klingt vielversprechend, aber auch ein wenig konstruiert. Selbst die englische Übersetzung Sustainability ist nicht wesentlich griffiger. Die inneren Bilder zu diesen Begrifflichkeiten brauchen demnach etwas mehr Zeit. Nach anfänglichem Widerstand stellen sie sich ein. Den Begriff Nachhaltigkeit würde ich derzeit folgendermaßen beschreiben:
Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir die Dinge, die wir auf der Erde vorgefunden haben, erhalten und darüber hinaus die Voraussetzungen schaffen, dass die uns nachfolgenden Menschen weiterhin beste Möglichkeiten haben, aus dem großen Topf der Vielfalt zu schöpfen.
Nachhaltigkeit bezieht sich aufgrund seiner Historie natürlich sehr stark auf die ökologische Ebene. Darüber hinaus sind alle anderen gesellschaftlich relevanten Gebiete betroffen. Der ökonomische Bereich, wie auch der soziale gehören dazu. Hohe Schuldenberge zu hinterlassen ist nicht besonders nachhaltig. Die schleichende Vergrößerung des Abstandes zu lebendigen Gemeinschaften entspricht nicht unserer sozialen Anlage und ist daher nicht zukunftsträchtig, sprich nachhaltig.
Sowohl die Erhaltung als auch die entsprechende Wandlung unserer humanen Werte, unserer ethischen Haltung, als auch unserer geistigen Kultur sind wichtig. Der Nachhaltigkeitsgedanke sollte nie statisch werden, da es ständig um Beziehung geht. Persönlich bevorzuge ich daher anstelle des Begriffes Nachhaltigkeit den Ausdruck Erhaltung der Vielfalt des Lebens (Bio-Diversität ), was zunächst etwas anders zu sein scheint, aber letztlich die gleiche Absicht verfolgt.
Schaue ich mir dagegen die Absicht der sogenannten Grünen Gentechnik (welch ein Unwort) an, so finde ich einige wesentliche Merkmale für Nicht-Nachhaltigkeit. Wenn weiterhin darauf hingearbeitet wird, dass sich das Recht über das Saatgut bei wenigen Konzernen konzentriert, dann werden wir die Schöpfung anders definieren müssen?
Folgen wir also der übergriffigen Patentpolitik, werden wir Einschränkungen in nie gekannter Form ausgesetzt sein. Neben einer begrenzten Sortenwahl mit eingebauten Terminator-Genen und gut kalkulierten Lizenzgebühren wird vieles auf Konzern-Renditen und Machtausbau abgestimmt sein. Der Planet Erde wird mehr als je zuvor durch die Wirtschaftsgier geprägt.
Wir wissen bereits, dass gentechnisch manipulierte Anbaupflanzen so präpariert sind, dass im großen Stil Unkrautvernichtungssubstanzen aufgesprüht werden können. Diese eliminieren alles Unerwünschte, außer der Pflanze selbst. Das lädt dazu ein, großräumig und monokulturell anzubauen. Der Gedanke, innerhalb eines vielfältigen Biotops zu wirken und eine stimmige Balance zu suchen, ist damit vollständig verworfen. Mit der Gentechnik werden wir ein riesiges Herbizidproblem erhalten, denn die Mengen die versprüht werden sind schon für sich genommen kolossal und Untersuchungen gehen davon aus, dass später immer noch größere Mengen von diesen konzentrierten Pflanzengiften einsetzt werden müssen. Dass das Gift im Grundwasser und in den Böden landet, ist kein Geheimnis. Wie die Böden und die Kleinstlebewesen dauerhaft darauf reagieren, ist ungewiss, aber bereits heute äußerst besorgniserregend.
Gentechnik ist tatsächlich der totale Angriff auf die natürliche Vielfalt und zerstört das feinmaschige Netzwerk des Lebens.
Wie sie bereits bemerkt haben, unterstelle ich den Antreibern der Grünen Gentechnik keine hehren Absichten. Ich bin der Meinung, dass die Gentechnik am Verhalten der Industrieländer gegenüber den Entwicklungsländern wenig ändern möchte. Anstatt tatsächlich an den bestehenden ungerechten Verteilungsstrukturen anzusetzen und diese neu zu ordnen, behaupten die Agro-Konzerne, deren Lobbyisten und politische Vertreter, dass sie die Sicherung der zukünftigen Welternährung vorbereiten. Ich möchte an dieser Stelle eindeutig sagen: Die Grüne Gentechnik hat kein Interesse an der Versorgung der Ärmsten der Armen. Sie will lediglich die Voraussetzungen schaffen, dass sich an den derzeitigen Machtverhältnissen nichts Wesentliches ändert. Im Gegenteil - die Konzentration der Wirtschaftsmacht und der Abhängigkeit soll noch zunehmen. Ansonsten könnte man bereits heute beginnen, die bestehenden natürlichen Ressourcen effizienter für alle zu nutzen. Warum sollten wir noch eine angebliche gentechnische Revolution abwarten?
Ob Nahrung, ob Wasser, ob Energie, ob Bodenschätze – das Recht auf diese Ressourcen haben sich diejenigen vorbehalten, die sich angeblich morgen um die Ernährung der Weltbevölkerung kümmern wollen. Ein zweifelhaftes Anliegen und bestimmt nicht aus einer humanen Gesinnung heraus entstanden.
Natürlich wissen wir alle, dass es in der Welt nicht unbedingt gerecht und ausgewogen zugeht. Da ist Einiges zu tun. Und wir wissen auch, dass es in Bezug auf eine „bessere Zukunft“ sehr unterschiedliches Engagement gibt. Teilweise ist es jedoch nicht mehr nachvollziehbar, warum sich gerade besonders ungeeignete Personen in Aufgabenbereiche, wo es um Nachhaltigkeitsthemen geht, drängen und diese Aufgaben dann auf mangelhafteste Art und Weise ausführen.
Bald steht uns wieder eine Bundestagswahl ins Haus. Dort könnten wir demokratischen Einfluss nehmen und uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Natur einsetzen. Vielleicht ist Volkes Stimme dann zu hören.
In diesem Sinne nachhaltige Grüße
Freiburg, den 23.07.09
Wolfgang Rainer Heck
Nachstehend noch ein paar Basisinformationen in Auszügen (Quelle: Demeter e.V.) wie die Grüne Gentechnik seitens CDU und FDP gesehen wird. Seitens der SPD spricht man sich in großen Teilen gegen die Grüne Gentechnik aus. Die Grünen sind komplette Gentechnikgegner. Die Linke lehnt die Gentechnik ebenfalls ab. Sicher ist eine Bundestagswahl noch nach mehr Kriterien zu betrachten, aber es handelt sich hier um wesentliche Zukunftsausrichtungen.
Die Kanzlerin hat sich am 16. Juni für mehr Agro-Gentechnik ausgesprochen. Angesichts der Wirtschaftkrise sagte sie:
„Ich glaube auch, wir vergeben ein großes Feld des Wachstums, wenn wir auf die Grüne Gentechnologie verzichten". Das Wahlprogramm der CDU/CSU enthält ein Bekenntnis zur Forschung auf dem Gebiet derAgro-Gentechnik, aber kein Wort zum Anbau.
Äußerungen aus dem Deutschlandprogramm der FDP:
Die FDP lehnt Denkblockaden und ideologische Fixierung auf bestimmte Technologien ab. Fusionsforschung, kern-technische Sicherheitsforschung, Stammzellforschung, Grüne Gentechnik, Biotechnologie und Nanotechnologie und Raumfahrtprojekte dürfen nicht stigmatisiert, sondern müssen in wettbewerblichen Verfahren unter transparenten und verantwortungsvollen Rahmenbedingungen gefördert werden.
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Teil 2: GVO-Ernten sind wie Wüstensand
von unserem Geschäftsführer
Wolfgang Rainer Heck
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Im Zuge unserer Kampagne wurden wir auch gefragt, weshalb wir auf diese Art und Weise in die Öffentlichkeit gegangen sind. Mit unserer Kampagne würden wir geradezu der Gentechniklobby zuarbeiten, hieß es. Wenn Gentechnikstäube bereits in diesem Umfang in unserer Umwelt angelangt sind, bricht die Motivation weg, überhaupt noch etwas tun zu wollen.
Diese Sichtweise teile ich nicht. Im Folgenden werde ich daher einen bisher noch nicht da gewesenen Umstand etwas differenzierter darstellen.
Wir konnten aufgrund unserer Untersuchungen feststellen, dass immer mehr gentechnisch veränderte Partikelchen in unsere Umwelt gelangen. Diese Partikelchen, welche durch Wind, Wasser, Transporte etc. verbreitet werden, legen sich auf alles was in ihrer Umgebung ist. Sie machen dabei keinen Unterschied. Und genau diese Partikelchen – nennen wir sie GVO-Stäube – finden wir auf unseren Sojabohnen, obwohl sie selbst gar nicht von unseren Sojabohnen stammen. Sie liegen einfach mit auf der Partie. Wahrscheinlich, weil sie an ähnlichen Umschlagplätzen waren oder ein Mähdrescher Stäube abpustete oder ein Transportfahrzeug nicht gut gereinigt wurde. Das können wir leider nie genau feststellen, aber wenn wir unsere Bohnen waschen, sind die Stäube wieder weg. In allen bisherigen getesteten Fällen war die Partie danach wieder gentechnikfrei.
Das ist eine äußerst kuriose Situation und lässt darauf schließen, dass durch die weltweite Zunahme gentechnisch veränderter Pflanzen und deren Erfassung, Reinigung und Weiterverarbeitung in hohem Maße GVO-Partikelchen in unsere Umwelt eingebracht werden. Diese veranstalten Reisen über den gesamten Globus. Die Situation erinnert an Verwehungen von Saharasand, der uns schon öfters mitten im Winter auf Dächern, Autos, Strassen zum Staunen brachte.
Gentechnik lässt sich nicht kontrollieren. Das ist das, was wir sehen können und unsere Kunden sollen das wissen. Wir möchten aufrütteln, provozieren und Menschen, die das Thema Gentechnik noch fern von Europa oder gar weit entfernt von der Bio-Szene sahen, damit konfrontieren. Man kann mit diesem Wissen im Hintergrund nicht einfach mal abwarten. Das Thema ist aktuell und zeigt auf, dass wir nicht unter einer Glasglocke leben, wo uns der gesamte „Genstaub“ nichts anhaben kann.
Weitere Toleranzen gegenüber diesen Verunreinigungen möchten wir nicht zulassen. Die Grenzwerte hoch zu halten kann nicht die Antwort sein, auf das was die Bevölkerung wirklich möchte, derzeit aber von ihren gewählten Politikern nicht erhält. Erinnern wir uns: die deutliche Mehrheit in Deutschland möchte keine Lebensmittel, die gentechnische Bestandteile aufweisen. Diese Umfrage wurde zigfach wiederholt und wird noch immer nicht ernst genommen. Mit dem Umstand, dass derzeit 0,9% gentechnische Verunreinigungen gesetzlich zugelassen sein können, wurde ein Tor geöffnet, das wir nach meiner Meinung nur noch mit äußerster Anstrengung wieder zubekommen.
Wolfgang Rainer Heck
Freiburg, den 15.01.2009
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Teil 1: Fünf nach Zwölf
von unserem Geschäftsführer
Wolfgang Rainer Heck
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„Zwölf ist es bereits und vielleicht hat sich der Zeiger, ohne dass wir es spürten, bereits noch ein Stück weiter bewegt. Das schleichende Fortschreiten der „Grünen Gentechnik“ hat mächtige Befürworter an wichtigen Schlüssel-
positionen.
Allein wenn ich die Meldungen aus den verschiedenen Abteilungen unseres Unternehmens erhalte, kann ich feststellen, dass beispielsweise im Bereich der Rohwareneinkäufe eine Anhäufung und Verdichtung der Gentechnikproblematik stattfindet. Wir versuchen dies seit längerer Zeit in den Griff zu bekommen, machen allen Einfluß, der uns zur Verfügung steht geltend und schauen uns verstärkt nach Partnern und Verbündeten um. Auf diese Weise entstand z. B. die
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Qualitätsinitiative am Oberrhein (aktion auGEn auf), wo sich erstmals Wirtschaftsunternehmen aus der Region zusammenfanden und mit entsprechenden Gesetzesentwürfen auf die Regierung zugingen.
Aber wir müssen noch weiter gehen. Bevor sich über Viehfutter und über 0,9% Toleranzen die Gentechnik noch mehr vermischt, sollten wir die Hintergründe aufdecken und den Verbrauchern diese Informationen zugänglich machen. Mir ist bewusst, dass die Gentechnik ein eher schweres Thema ist und mancher ist inzwischen müde und überschüttet von Informationen. Aber all diejenigen, die mit biologischen Rohstoffen arbeiten und weiterhin damit arbeiten wollen, müssen dieses Thema hartnäckig verfolgen.
Wir werden in der Öffentlichkeit zukünftig noch entschiedener und transparenter auftreten. Uns erscheint es als wichtiger Schritt, dass das Wissen darüber, wie die Dinge wirklich stehen in das öffentliche Bewusstsein kommen. Wir haben noch immer die Hoffnung gehört zu werden." |
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