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"Wir wissen heute aus eigener Erfahrung,
dass sich die Gentechnik nicht kontrollieren lässt!"
von Wolfgang Rainer Heck, Gesellschafter und Geschäftsführer Life Food GmbH
Bislang stand auf unseren Produkten „Ohne Gentechnik“ und unsere Kunden gingen davon aus, dass diese Aussage zu 100% stimmt. Das damit verbundenen Kontrollsystem ist Teil unserer Qualitätsarbeit und es hat uns in der Vergangenheit mit großem Stolz erfüllt, dass wir uns so klar äußern konnten. Tatsächlich hat sich nun aber in den letzten 12 Monaten etwas verändert. Nicht quantifizierbare Spuren tauchen inzwischen in Form von GVO-Stäuben überall in unserer Umwelt auf. Diese nicht mengenmäßig messbaren Spuren (kleiner als 0,1 %) finden wir nun teilweise auch schon in unseren Sojabohnen. Mittlerweile waschen wir sogar unsere Sojabohnen vor der Verarbeitung, um diese Stäube zu vermeiden. Es ist aber wie bei der legendären Nadel im Heuhaufen – es ist unmöglich jede Bohne zu untersuchen und somit ist eine 100% Garantie nicht mehr möglich. Wir können 99,9% Gentechnikfreiheit garantieren. Auf den Rest haben wir trotz aufwändigster Kontrollmaßnahmen keinen Einfluss.
Und so konnte sich beispielsweise Folgendes abspielen:
Vor rund einem halben Jahr wurde im Schweizer Fernsehen ein Beitrag veröffentlicht, in dem unser Demeter Tofu als gentechnisch belastet dargestellt wurde. Zusammen mit anderen Produkten, wurden wir dabei pauschal in der Gruppe gentechnisch verunreinigter Produkte unter 0,9% abgehandelt. Wir haben hier umgehend reagiert und direkt Stellung bezogen, weil wir aufgrund unserer lückenlosen Qualitätssicherung direkt sagen konnten, dass die vorgefundene Verunreinigung nicht quantitativ messbar sein kann und sich höchstens im Spurenbereich, (sprich <0,1) bewegen kann. An Differenzierungen dieser Art war der Sender aber nicht interessiert. Auch das Kunden durch Pauschalierungen verunsichert werden ist den Fernsehmachern nicht wichtig. Es geht darum Aufmerksamkeit zu erregen und wir müssen mit Veröffentlichungen dieser Art jeder Zeit wieder rechnen.
Die Geschäftsführung hat sich daher zu einem offensiven Schritt entschieden. Wir möchten mit einer aufklärenden Kampagne an die Öffentlichkeit gehen, um selbst aktiv zu sein. Wir halten es für richtig und wichtig die Dinge beim Namen zu nennen und wünschen uns, dass das Vertrauen, welches unsere Kunden in uns setzen, dadurch aufrechterhalten bleibt. Des Weiteren werden wir alles in unserer Kraft stehende dafür einsetzen, diese gentechnischen Verschmutzungen wieder aus unserem Umfeld zu entfernen.
Lesen Sie hierzu auch im aktuellen BioHandel 9|08 das Interview mit Herrn Heck.
(Für pdf-Version bitte hier klicken.)
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